• BESUCHER 530,666
  • AKTUELL 1

Aktivitäten

18.11.2019 - Offizielle Übergabe des Wechselladerfahrzeuges



Übergabe des Wechselladerfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Nörten-Hardenberg Mitte

Am 18.11.2019 wurde das neue Wechselladerfahrzeug durch die Gemeindebürgermeisterin Frau Glombitza an die Ortsfeuerwehr Nörten-Hardenberg Mitte offiziell übergeben.
Um 18:30 Uhr wurde mit der offiziellen Fahrzeugübergabe begonnen.
Neben Frau Glombitza waren viele Anwesende vor Ort. Neben Vertretern und Vertreterinnen des Rates und der Verwaltung kamen auch einige Sponsoren und der Fahrzeugbauer (Firma Förstermann aus Salzderhelden) in das Feuerwehrgerätehaus.
In Ihrer Ansprache ging Frau Glombitza auf die Beschaffung ein. Die Gesamtinvestition des Fahrzeuges beläuft sich auf 200.000,00 €, welches von der Verwaltung zur Verfügung gestellt wurde.
Ferne ging Frau Glombitza kurz auf den Werdegang der Beschaffung ein, welche durch den Ortsbrandmeister noch etwas detaillierter beschrieben wurde.
Der Gemeindebrandmeister Dirk Sauerland ging ebenfalls auf die Schlagkräftigkeit der Feuerwehr Nörten Mitte ein, welches sich durch die Anschaffung des Fahrzeuges nochmals erhöht hat.
Nicht nur individuell bestücken kann die Ortswehr das Fahrzeug, nein sie ist durch den Haken, welcher aufgebaut ist auch in vielen anderen Kommunen einsetzbar und könnte Mulden aufnehmen und transportieren. Zum Schluss wünschte Sauerland allen immer genug Platz um das Auto und unfallfreie Einsätze.
In seiner Ansprache an die Gäste und anwesenden Kameraden und Kameradinnen ging unser Ortsbrandmeister auf das 2015 von der Verwaltung geforderte Zukunftspapier ein. Damals wurde eine Realisierung und Veränderung des Fahrzeugparkes gefordert.
Das Kommando der damaligen Feuerwehren Nörten-Hardenberg und Angerstein setzten sich zusammen und formten ein Zukunftspapier, welches schon heute in einigen Teilen eingetreten ist.
Damals ging es um ein Nachfolgefahrzeug für den Gerätewagen Nachschub. Schon damals wurde von einem Wechselladerfahrzeug gesprochen, da man mit einem solchen Fahrzeug viel flexibler Arbeiten kann.
2017 kam der alte Gerätewagen nicht mehr durch den TÜV und wir sind mit großen Schritten in die Planungen eingegangen.
2018 kam dann die offizielle Auftragsbestätigung und somit die Bestellung. Das Fahrgestell lieferte die Firma MAN und den Aufbau die Firma Förstermann, gemeinsam mit der Firma Wagener Technik.
Einen besonderen Dank sprach Ortsbrandmeister Henne dem Planungsteam und dem Ideenreichtum der gesamten Mannschaft aus.
Ende Oktober 2019 konnte das Fahrzeug übernommen werden. Seitdem sind wir stets an der Ausbildung der Maschinisten.
Diese benötigen viel Ausbildung und Fahrstunden. Das Fahrzeug ist mit 9,50 Länge und kappe 2,50 Höhe nicht gerade klein. Man muss auch dazu sagen, dass die Halle, in welcher das Fahrzeug untergebracht ist gerade so passig ist. Größer dürfte das Fahrzeug nicht sein.
Henne dankte den beiden Feuerwehrvereinen, sowie den Firmen Rohde und Sohn und Henke Sass Wolf Mikrooptik, welche noch eine größere Summe hinzu gaben, um einen Rollwagen für das Fahrzeug oder Extrabeladung wie einen Lichtmasten, einem Navigationssystem und gute Handlampen in LED Technik anzuschaffen.

Dirk Spiller, stellvertretender Abschnittsbrandmeister Ost überbrachte sämtliche Grüße vom Landkreis und entschuldigte den Kreisbrandmeister Marko de Klein, welcher zusammen mit Manfred Voß an einer anderen Veranstaltung teilnahm.
Spiller unterstrich nochmals die Schlagkräftigkeit dieses bislang einmaligen Fahrzeuges im Landkreis Northeim und dankte der Verwaltung für die Beschaffung.
Nach den Reden der Gäste wurde das Fahrzeug aus der Halle gefahren und allen Anwesenden vorgestellt.
Das Abrollen des Containers bedarf einer kleinen Unterweisung und das Fahrzeug macht primär alles selbstständig. Ferner muss Acht darauf gegeben werden, dass genügend Platz zur Verfügung steht. Das Fahrzeug mit seiner Länge von ca. 9,50m dem abgesetzten Container und dem Hebearm benötigt mit gutem Platz für das Ein- und Ausfahren der Rollcontainer, welche von der Firma Contitec aus Leonding gefertigt wurden etwas um die 25-28m Länge, um sich vernünftig aufstellen zu können.
Alle Anwesenden haben erleben können, wie die kleineren, aber dennoch im Gewicht nicht zu unterschätzenden Rollwagen von dem Abrollbehälter entnommen werden können.
Allen wurde sämtliche Fragen zu dem Rollwagen und zu den zukünftigen Rollwagen, sowie der Ausstattung des Fahrzeuges beantwortet.

Das Fahrzeug:
- MAN 16.290
- Alle 3 Sitzplätze vollgefedert und der 3. Sitz nach hinten abgesetzt
- Original Martin Horn Pressluftanlage
- Frontblitzer Hänsch in LED Technik
- Rundumkennleuchten Hänsch in LED Technik
- Karls Navigationssystem
- Sprechgarnitur für das Verlegen von Schläuchen während der Fahrt
- Adalit LED Knickkopflampen samt Ladeerhaltung hinter dem Personal
- Funkgeräte samt Ladeerhaltung hinter dem Personal
- Lichtmast in LED Technik mit Flächenscheinwerfern
- Je 1 x Unterbaukasten auf beiden Seiten für Spanngurte, Leitungsroller usw.
- Schleuderketten
- 2 x Rückfahrkamera für verbesserte Sicht
- Rückfahrscheinwerfer an den Spiegeln
- Heckwarneinrichtung
- Heckblitzer der Firma Hänsch
- Rückfahrwarner

Der Container:
- Ca. 2,5 Tonnen Eigengewicht (Aussage Hersteller)
- 24 Volt Beleuchtung mit Einspeisung vom Fahrzeugheck oder aufgesattelt vom Fahrzeug direkt
- 230 Volt Beleuchtung mit externer Einspeisung
- Auffahrrampe für die Rollwagen
- Zurrpunkte für Rollwagen und Beladung
- Airlineschienen für Ladungssicherung

Rollwagen:
- Wasserschaden:
o Stromerzeuger
o Nasssauger
o Diverse Pumpen
o Zubehör
o Uvm.
- Wasserentnahmestelle:
o Pumpe
o Schläuche
o Standrohr
o Schlüssel
o Kleinmaterial zur Wasserentnahme aus offenem Gewässer oder Hydranten
o Uvm.

Als nächstes will man sich um die Anschaffung einer Mulde kümmern, welche dann für Autos für die Ausbildung, Material von Großschadenslagen oder sonstigen Einsätzen verwendet werden kann.
Zum Schluss lud die Gemeindebürgermeisterin Frau Glombitza alle zusammen noch zu einem kleinen Imbiss vom Grill ein, welcher sehr gut angenommen wurde.
Eine eigens gebaute Fasskarre wurde ebenfalls noch übergeben, welche von einem Kameraden in Handarbeit zusammengebaut und an diesem Abend ebenfalls auf das Fahrzeug verlastet wurde.

Gegen 21:00 Uhr war die Übergabe offiziell beendet und wir sind gespannt, wann wir das Fahrzeug erstmalig im Einsatz einsetzen werden.
Fest steht für uns, dass dieses Fahrzeug nie wirklich zu Ende gebaut ist, da sämtliches Zubehör Jahr für Jahr hinzukommen wird und man sich immer auf die neuen Gegebenheiten und Gefahrenschwerpunkte einstellen muss, so dass jedes Jahr auch Rollwagen hinzukommen werden und auch müssen.
Ferner ist für 2020 noch ein Handhubwagen für Paletten geplant, welcher ebenfalls seinen Platze auf dem Wechselladerfahrzeug einnehmen soll.