Aktivitäten

08.03.2023 - Aubildungsdienst E-Mobilität



Ausbildungsdienst E-Mobilität am 06.03.2023

Am 06.03.2023 fand ein Ausbildungsdienst zum Thema E-Mobilität in unserem Feuerwehrgerätehaus statt. Denis Kruse Werkstattmeister bei Autohaus Peter und selbst Mitglied in der Ortsfeuerwehr Hammenstedt nahm sich die Zeit um uns einen Vortrag zum Thema zu halten.
Am Anfang ging Denis auf den Aufbau und markante Punkte von Mild-Hybrid, Hybrid und E-Fahrzeugen ein. Neben dem Sitz von eventuellen Akkus, welche besonders in Brandfällen für die Feuerwehr von großer Bedeutung sind, ging er ebenfalls auf die Spannungsversorgung ein. Im KFZ Sektor wird bereits ab 60 Volt von Hochvolt gesprochen. Für die Feuerwehr bei der Herkömmlichen Brandbekämpfung ändere sich nichts. Hierbei können die normalen Abstände von 1mm Sprühstrahl und 5m Vollstrahl ohne Probleme eingehalten werden.
Weiterhin wurde auf besondere Merkmale für die oben genannten Fahrzeuge eingegangen. Mild-Hybrid Fahrzeuge sind im Gegensatz zu Hybrid und E-Fahrzeugen meistens mit dem E am Kennzeichen gekennzeichnet. Mittlerweile müssen ab Hybridfahrzeugen alle gekennzeichnet sein.
Wichtig sei für die Kameraden und Kameradinnen immer die Lagefeststellung. In diesem Prozess wird das Fahrzeug kontrolliert. Selbst bei E-Fahrzeugen können Betriebsstoffe auslaufen.
Für das Aufrufen von Rettungskarten wurde uns der sogenannte QR-Code vorgestellt. Dieser kann mit einem QR-Code Scanner mit einem Tablet mit Internetzugang aufgerufen werden. Seitens der Hersteller werden bei denn Rettungskarten nicht nur der Sitz der Batterien, sondern auch Sitz von Airbags und Gasdruckdämpfer aufgezeigt.
Viele Fahrzeughersteller bieten bereits dem Käufer dieses Feature an. Für die Feuerwehren können solche Pakete gekauft und dementsprechend genutzt werden. Diese sind meist sehr teuer. Es gibt aber auch günstigere Apps, welche denselben Effekt bieten.
Im Fall eines Brandes ist es wichtig, immer eine herkömmliche Brandbekämpfung des Fahrzeuges durchzuführen. Das Fahrzeug muss in diesem Prozess immer mit der Wärmebildkamera abgelichtet werden, um die Temperatur zu kontrollieren. Sobald der Brand gelöscht ist, muss die Akkuzelle kontrolliert werden. Diese darf niemals unbeaufsichtigt werden, sofern noch hohe Temperaturen im Inneren herrschen.
Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten das Kühlen voran zu bringen. Neben einer Löschlanze könnte ein Container eingesetzt werden, welcher das Fahrzeug und das Löschwasser aufnimmt. Dabei wird das Fahrzeug gekühlt. Der Nachteil ist, dass das kontaminierte Löschwasser für viel Geld extra entsorgt werden muss.
Weiterhin könnte von unten das Fahrzeug mittels Wasser gekühlt werden. Hierbei ist zu erwähnen, dass viel Wasser vorrätig sein muss. Besonders auf Bundesstraßen oder der Autobahn sowie außerhalb von Ortschaften, stellt die Wasserversorgung sich häufig als Problem dar.
Im Nachgang an den Vortrag konnten wir uns 2 nagelneue Fahrzeuge anschauen, an den verschiedene Punkte erläutert wurden. Ein reines E-Fahrzeug und ein Hybridfahrzeug wurden vorgestellt. Neben dem Feuerwehrkabel, welches es uns erlaubt, das 12 Volt System vom Hochvoltsystem zu trennen, konnten wir die verschiedenen Punkte der Batterieplätze ausfindig machen.
Gegen 20:30 Uhr war der Ausbildungsdienst für uns beendet.
Wir danken Denis Kruse und dem Autohaus Peter aus Northeim für die Bereitstellung der Fahrzeuge.
Für uns alle war der Ausbildungsdienst sehr aufschlussreich.